Pustertal im Winter mit Kindern

Kronplatz über Bruneck: modernes Plateau, Kinderland oben, Ort im Tal.

1 SkigebieteKarte vorhanden
Runder, verschneiter Bergrücken mit Pisten durch den Wald
Wintersport in PustertalFoto: Zefram. Lizenz: CC BY 2.0 de. Quelle

Die Region im Überblick

Das Pustertal mit dem Kronplatz ist der östliche Südtiroler Einstieg. Bruneck liegt im Tal, das Plateau oben. Die Seiser Alm ist eine andere Region. Dolomiti Superski öffnet weitere Täler, die lokale Karte reicht für eine Kronplatz-Woche. Die Region erklärt das Pustertal, das Factsheet den Kindertarif.

Das Pustertal zieht sich von Franzensfeste bis Lienz und ist eines der wenigen Südtiroler Täler mit durchgehender Bahnlinie. Bruneck liegt in der Mitte, hat rund 17.000 Einwohner, eine Altstadt mit Geschäften und ist der Ort, in dem Familien wohnen, wenn sie nicht direkt am Lift schlafen wollen. Der Kronplatz erhebt sich als einzelner Berg über dem Tal, mit Zugängen aus Bruneck-Reischach, Olang und St. Vigil in Enneberg.

Die drei Zugänge sind nicht gleichwertig. Reischach bei Bruneck ist der größte und meistgenutzte, Olang liegt auf der Sonnenseite und ist mit dem Auto oft schneller erreicht, St. Vigil liegt in einem Seitental und ist der ruhigste. Für Familien mit Kindern im Kurs ist die Frage weniger der Zugang als die Höhe: Die Übungszonen und das Kinderland liegen oben auf dem Plateau um 2000 Meter, nicht an den Talstationen. Der Weg zum ersten Skikurs führt also jeden Morgen mit der Gondel nach oben.

Sprachlich ist Südtirol für deutschsprachige Familien unkompliziert. Deutsch ist Amtssprache, die Skischulen unterrichten auf Deutsch, die Beschilderung ist zweisprachig. In St. Vigil kommt Ladinisch als dritte Sprache dazu. Praktisch heißt das: Ein Kind im Skikurs versteht seinen Lehrer, was in Frankreich oder Italien südlich des Brenners nicht selbstverständlich ist. Das ist einer der Gründe, warum Südtirol für Familien aus München und Wien funktioniert.

Beim Preis lohnt der genaue Blick. Die Dolomiten führen Kindertarife bis zu einem höheren Alter als die Schweiz, aber der Betrag selbst liegt über dem, was viele österreichische Gebiete verlangen. Bei drei schulpflichtigen Kindern ist das der Unterschied zwischen einer Woche im Pustertal und einer im Ennstal. Dolomiti Superski öffnet zwölf Täler mit über 1200 Kilometern, ist aber für eine Familienwoche am Kronplatz nicht nötig. Das Krankenhaus Bruneck liegt im Tal.

Über den Kronplatz hinaus ist das Pustertal eine Winterregion mit eigenem Programm. In den Seitentälern liegen mit Antholz und Toblach zwei international bekannte Langlaufzentren, das Höhlensteintal führt zu den Drei Zinnen, und in Innichen gibt es ein Erlebnisbad. Die Pustertalbahn verbindet die Orte im Halbstundentakt, was Ausflüge ohne Auto möglich macht. Für Familien mit einem Kind im Skikurs und einem Elternteil ohne Ski ist das die praktische Grundlage der Woche: Der eine bringt das Kind zur Skischule, der andere fährt mit der Bahn nach Innichen oder Toblach und kommt mittags zurück.

Die Rechnung zwischen lokaler Karte und Dolomiti Superski geht für Familien meist zugunsten der lokalen Karte aus. Der Verbundpass öffnet zwölf Täler, aber mit Kindern fährt man in einer Woche selten mehr als zwei, und die Transferzeiten zwischen den Tälern gehen von der Skizeit ab. Wer ein einzelnes Gebiet gut kennenlernen will, zahlt mit der Kronplatz-Karte weniger und verliert nichts.

Östlich von Bruneck liegt mit den Drei Zinnen Dolomites ein zweites Gebiet in Fahrweite, kleiner und ruhiger als der Kronplatz. Und die Bahnlinie durch das Tal ist der Grund, warum eine Woche im Pustertal ohne Auto funktioniert: Von Franzensfeste bis Lienz halten die Züge in jedem Ort, und die Skibusse schließen an.

Lage

Skigebiete in dieser Region

Was kostet die Tageskarte

Tageskarten in Pustertal
SkigebietTageskarte Hochsaison (EUR)Pisten
ErwachseneKindJugend
Kronplatz835858121 km

Tageskarte in der Hochsaison für ein Erwachsenen-, Kinder- und Jugendticket, wie sie das Gebiet selbst ausweist. Die Altersgrenzen legt jedes Gebiet eigenständig fest. Kinder fahren in den meisten dieser Gebiete bis zum 7. Geburtstag gratis; wo eine andere Grenze gilt, steht sie beim Kinderpreis. Das Datum hinter dem Gebietsnamen nennt die Saison, für die der Preis gilt. Verbindlich ist immer die Tarifseite des Betreibers, verlinkt auf der jeweiligen Gebietsseite.

Weitere Regionen in Italien

Häufige Fragen zu Pustertal

Welche Skigebiete gehören zu Pustertal?

Diese Seite stellt ein Gebiet vor: Kronplatz. Kronplatz hat 121 Pistenkilometer, 31 Lifte und eine Höhenlage von 973 bis 2 275 Meter.

Was kostet ein Skitag für eine Familie in Pustertal?

Zwei Erwachsene und ein Kind zahlen in Kronplatz zusammen rund 224 Euro für einen Tag am Lift (Saison 2026/27). Jüngere Kinder brauchen keine Karte: Kronplatz bis 7 Jahre. Dazu kommen Kurs, Verleih und Verpflegung. Verbindlich ist der Tarif des Betreibers am Tag des Besuchs.

Für welches Alter eignen sich die Gebiete in Pustertal?

Ausgewiesen sind die Gebiete für 3 bis 5 Jahre, 6 bis 9 Jahre, 10 bis 12 Jahre und ab 13 Jahren. Ein eigenes Übungsgelände gibt es hier: Kroni-Park und Kinderländer an den Einstiegen in Kronplatz. Für den ersten Skitag zählt weniger das Alter als die Geduld am Nachmittag: Ein halber Tag mit einer Pause im Warmen bringt mehr als ein durchgezogener ganzer.

Was können Familien in Pustertal ohne Ski unternehmen?

Rodelbahn und Winterwanderwege sind ausgewiesen in Kronplatz. Beides ist der Ausweg an dem Tag, an dem ein Kind nicht mehr auf die Piste will, und kostet weniger als eine zweite Tageskarte.

Weiterführende Informationen

Liftpreise und Betriebszeiten ändern sich jede Saison. Maßgeblich ist der Tarif des Betreibers am Tag des Besuchs.