EEA-Daten

Badegewässer-Qualität

Amtliche Messpunkte der Europäischen Umweltagentur für Österreich und die Nachbarregionen. Klassen: Ausgezeichnet, Gut, Ausreichend, Mangelhaft.

Was die vier Klassen bedeuten

Die Einstufung geht auf die europäische Badegewässerrichtlinie zurück. Sie beruht auf zwei Messwerten, Escherichia coli und intestinalen Enterokokken, also auf Keimen, die auf fäkale Verunreinigung hinweisen. Aus den Proben von vier aufeinanderfolgenden Badesaisonen entsteht eine Klasse; ein einzelner schlechter Tag kippt sie nicht, eine dauerhafte Belastung schon.

  • Ausgezeichnet: die strengste Stufe. Der Regelfall an österreichischen Badeseen.
  • Gut: Grenzwerte eingehalten, mit größerem Abstand zur strengsten Stufe.
  • Ausreichend: Mindestanforderung erfüllt. Für Familien mit kleinen Kindern, die Wasser schlucken, ist ein Platz mit besserer Einstufung die naheliegendere Wahl.
  • Mangelhaft: Grenzwerte überschritten. Die Behörde spricht ein Badeverbot oder eine Abratung aus und muss Maßnahmen setzen.

Zwei Dinge deckt diese Bewertung nicht ab. Erstens den heutigen Tag: Nach starkem Regen spült Oberflächenwasser Schmutz in den See, und die Belastung steigt kurzfristig, ohne dass sich die Klasse ändert. Zweitens Blaualgen. Cyanobakterien werden getrennt überwacht; sichtbar werden sie als grünlicher Schleier oder als Schlieren an der Oberfläche, und dann bleiben Kinder und Hunde aus dem Wasser.

Was das für einen Badetag bedeutet

Die Klasse eines Sees ist eine Aussage über vier Jahre, nicht über heute. Für einen konkreten Tag zählen drei andere Dinge. Nach starkem Regen oder einem Gewitter sollte man ein bis zwei Tage warten, weil Oberflächenwasser Schmutz von Wiesen, Straßen und Kanalüberläufen in den See spült. Sichtbare Schlieren an der Oberfläche, ein grünlicher Schleier oder tote Fische sind Gründe, aus dem Wasser zu bleiben, unabhängig von jeder Einstufung.

Für Familien mit kleinen Kindern kommt ein vierter Punkt dazu: Kleinkinder schlucken Wasser, und zwar regelmäßig. Was für Erwachsene ein Magenproblem wäre, ist bei einem Zweijährigen ein Arztbesuch. Deshalb ist bei ihnen die Wahl eines Platzes mit der Einstufung "ausgezeichnet" keine Übervorsicht, sondern der naheliegende Weg.

Vor Ort informiert die Badegewässertafel am Zugang über den letzten Befund; sie ist an offiziellen Badestellen vorgeschrieben. Wo keine Tafel steht, ist die Stelle vermutlich kein überwachtes Badegewässer, und dann gibt es auch keine Messwerte.

Wer messt und wie oft

Zuständig sind die Gesundheitsbehörden der Länder. Während der Badesaison werden offizielle Badestellen regelmäßig beprobt, in Österreich üblicherweise mehrmals pro Saison; die Proben gehen an ein Labor, und das Ergebnis wird an die Europäische Umweltagentur gemeldet, die daraus die europaweite Bewertung erstellt.

Ergibt eine Probe eine Überschreitung, ordnet die Behörde Nachproben an und spricht bei Bedarf eine Abratung oder ein Badeverbot aus. Solche Meldungen laufen über die Landesstellen und hängen an der Badestelle aus; sie erscheinen nicht in der Jahresbewertung, weil diese vier Saisonen zusammenfasst.

Für Familien heißt das praktisch: Die Klasse hilft bei der Auswahl eines Sees, die Tafel vor Ort bei der Entscheidung für den heutigen Tag. Beides zusammen ist verlässlicher als jedes von beidem allein.

Alle Messpunkte auf einen Blick

Amtlich nach EU-Badegewässerrichtlinie überwachte Badestellen der Europäischen Umweltagentur (EEA) mit Wasserqualitäts-Einstufungen in 4 Klassen und direktem Link zum nationalen Behördenprofil (z. B. AGES).

1 736Stellen im Ausschnitt
1 485Ausgezeichnete Qualität
8Länder überwacht
260Badestellen Österreich
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EU-Badegewässer Wasserqualität Übersicht
GewässertypBadestelle & GewässerLandWasserqualitätHistorieKoordinatenBehörden-Profil
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Häufige Fragen zur Wasserqualität

Was bedeuten die vier Qualitätsklassen?

Sie fassen zusammen, wie stark ein Gewässer in den vergangenen vier Badesaisonen mit Fäkalkeimen belastet war. Gemessen werden dafür nur zwei Werte: Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Ausgezeichnet ist die strengste Stufe, Gut und Ausreichend liegen darunter, und Mangelhaft heißt, dass die Grenzwerte überschritten wurden und die Behörde vom Baden abrät.

Heißt Ausgezeichnet, dass ich mein Kind bedenkenlos hineinlassen kann?

Für die untersuchten Keime ja, für alles andere sagt die Einstufung nichts. Sie beruht auf Proben aus vier Jahren und beschreibt den Normalfall, nicht den heutigen Tag. Nach starkem Regen kann die Belastung kurzfristig steigen, weil Oberflächenwasser Schmutz in den See spült.

Sind Blaualgen in dieser Bewertung enthalten?

Nein. Die Klassifizierung erfasst ausschließlich die beiden Fäkalindikatoren. Blaualgen, genauer Cyanobakterien, werden getrennt beobachtet, und bei einer Blüte sperrt die zuständige Stelle vor Ort. Ein grünlicher Schleier an der Oberfläche, Schlieren wie Farbe und trübes Wasser sind die sichtbaren Hinweise; dann gehören Kinder und Hunde nicht ins Wasser.

Wie aktuell sind die Daten auf dieser Seite?

Sie stammen aus dem jährlichen Bericht der Europäischen Umweltagentur und bilden die abgeschlossenen Badesaisonen ab. Für den aktuellen Tag ist die Aushangtafel am Badeplatz oder die Auskunft der Landesbehörde maßgeblich.

Was tun, wenn ein Badeplatz gar nicht in der Liste steht?

Erfasst werden nur ausgewiesene Badegewässer mit offizieller Überwachung. Ein Fluss- oder Seeufer ohne Badestellenstatus wird nicht beprobt; dort gibt es keine Aussage über die Wasserqualität, auch keine schlechte.

Wie oft wird das Wasser an den Seen getestet?

Die Badegewässer werden laut EU-Richtlinie vor Beginn der Badesaison und danach in regelmäßigen Abständen geprüft. In Österreich findet meist mindestens einmal pro Monat eine amtliche Probenentnahme statt. Sollten die Grenzwerte überschritten werden, sind die Behörden verpflichtet, sofort Nachkontrollen durchzuführen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Weiterführende Informationen

Für den aktuellen Tag gilt die Aushangtafel am Badeplatz und die Auskunft der zuständigen Landesstelle, nicht diese Übersicht.