Organisation der Geburt: Kliniken & Hebammen in Wien

Symbolbild für geburt-wien-kliniken-hebammen

Ihr wohnt in Wien und erwartet ein Baby? Herzlichen Glückwunsch! Damit ihr dem großen Tag entspannt entgegenblicken könnt, solltet ihr euch rechtzeitig um das organisatorische Drumherum kümmern. Gerade in Wien gibt es einige Besonderheiten bei der Anmeldung im Spital und der Hebammensuche.

Wir führen euch Schritt für Schritt durch den Wiener Behörden-Dschungel, erklären den Unterschied zwischen Kassen- und Wahlhebammen und zeigen, worauf ihr bei der Anmeldung achten müsst.

1. Krankenhaus-Anmeldung: Ab nach "Geburtsinfo Wien"!

Früher musste man jedes Spital einzeln abklappern – das ist glücklicherweise vorbei! In Wien gibt es ein zentrales Anmeldesystem für alle städtischen Krankenhäuser. Ihr registriert euch einfach online über die Plattform "Geburtsinfo Wien" oder telefonisch unter der Nummer 1450.

Ihr gebt dort drei Wunschkliniken an. Ab der 22. Schwangerschaftswoche erhaltet ihr dann die verbindliche Zusage, welches Spital es geworden ist.

Achtung: Sonderfall AKH

Das AKH Wien (Allgemeines Krankenhaus) ist auf Risikoschwangerschaften spezialisiert. Wenn ihr dort entbinden wollt (oder müsst), solltet ihr euch extrem früh, idealerweise schon bis zur 10. Schwangerschaftswoche, direkt dort anmelden!

2. Privatklinik: Die Geburt im Sanatorium

Wenn ihr euch mehr Ruhe, ein garantiertes Einzelzimmer und Chefarzt-Behandlung wünscht, könnt ihr natürlich auch in einer Privatklinik (wie dem Goldenen Kreuz oder Rudolfinerhaus) entbinden.Aber Vorsicht bei den Kosten: Für Selbstzahlerinnen schlägt eine normale Geburt ohne Komplikationen schnell mit 6.000 Euro zu Buche. Bei einem Kaiserschnitt seid ihr rasch bei 9.000 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt euch davon nur einen winzigen Bruchteil zurück. Eine private Zusatzkrankenversicherung (Sonderklasse) ist hier also absolut empfehlenswert!

3. Hebammen-Suche: Kasse oder Wahlhebamme?

Die Hebamme ist euer Anker – vor, während und vor allem in der Zeit nach der Geburt (Wochenbett). Aber was ist der Unterschied bei der Abrechnung?

Gut zu wissen: Die Krankenkasse bezahlt euch Hausbesuche der Hebamme bis zum 5. Lebenstag des Babys sogar täglich! Danach gibt es bei Bedarf bis zur 8. Lebenswoche noch bis zu sieben weitere Besuche. Nutzt dieses Angebot unbedingt, es ist Gold wert beim Start in den Familienalltag.