mumok

Der dunkle Basaltblock im MuseumsQuartier beherbergt das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig: Pop Art, Fluxus, Wiener Aktionismus, Nouveau Réalisme. Das Haus geht über mehrere Ebenen und arbeitet viel mit Objekten, Video und Installation, also mit Kunst, die man nicht erklären muss, damit ein Kind etwas davon hat.

Das Wichtigste

Alter
Ab etwa 6 Jahren; unter 19 Jahren freier Eintritt
Kinderwagen
gut befahrbar
Bei Regen
auch bei Regen möglich
Eintritt
Eintritt 18 Euro, ermäßigt 15 Euro. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt. Das Kombiticket mit dem Leopold Museum kostet 33 Euro und ist nur an der Kassa des mumok erhältlich.
Adresse
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Öffentlich
U2 bis MuseumsQuartier oder U3 bis Volkstheater; Straßenbahn 49, Bus 48A.

Eintrittsangabe mit Stand vom 13. September 2026.

Architektur und der erste Eindruck: Der geheimnisvolle schwarze Monolith

Schon der Weg zum mumok ist für Kinder ein Erlebnis. Wer durch die Torbögen in den weiten Innenhof des Wiener MuseumsQuartiers tritt, bemerkt sofort den markanten Bruch: Zwischen barocken Prachtbauten ragt ein riesiger, dunkler Quader in den Himmel. Die Fassade aus anthrazitgrauem, vulkanischem Basaltstein wirkt fast wie aus einem Science-Fiction-Film oder ein gigantischer Meteorit, der mitten im Areal gelandet ist. Für den Nachwuchs beginnt die Faszination genau hier. Das Gebäude wirkt zunächst fensterlos und verschlossen, was die Fantasie ordentlich ankurbelt: Was verbirgt sich wohl im Inneren dieser geheimnisvollen schwarzen Festung? Sobald man die Eingangshalle betritt, wandelt sich die Szenerie vollkommen. Statt erdrückender Enge eröffnet sich ein lichtdurchfluteter, spektakulärer Innenraum. Ein gewaltiger Lichtschacht verbindet die insgesamt fünf Ausstellungsebenen über gläserne Aufzüge und beeindruckend lange Rolltreppen. Allein das Hinauffahren über die schwebend wirkenden Treppenkonstruktionen bereitet vielen Kindern großen Spaß und nimmt dem Wort ‚Kunstmuseum‘ sofort jede steife Ehrfurcht.

Moderne Kunst für junge Entdecker: Begreifen statt Belehren

Viele Eltern zögern, mit Kindern ein Haus für zeitgenössische Kunst zu besuchen, völlig zu Unrecht. Das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien beweist eindrucksvoll, dass Kunst nach 1945 gerade für junge Köpfe oft viel zugänglicher ist als klassische Gemäldegalerien mit alten Meistern. Anstelle von schwer verständlichen historischen Portraits in Goldrahmen dominieren hier Bewegung, Farbe, Material und ungewöhnliche Formen. Zu den Schwerpunkten zählen Pop Art, Fluxus, Nouveau Réalisme und der Wiener Aktionismus. Das bedeutet in der Ausstellungspraxis: Hier begegnen Familien Alltagsgegenständen, die völlig aus dem gewohnten Zusammenhang gerissen wurden. Da steht plötzlich ein echtes Auto, das scheinbar in einen riesigen Block aus massivem Beton eingegossen wurde, oder man wandert durch Installationen aus grell leuchtenden Neonröhren, die den gesamten Raum in surreales Licht tauchen. Auch die zahlreichen Videoarbeiten faszinieren Kinder nachhaltig. Das Schöne an moderner Kunst ist der spielerische Dialog: Eltern müssen keine kunsthistorischen Vorträge halten, denn die Werke laden von selbst dazu ein, gemeinsam zu rätseln, zu staunen und zu schmunzeln. ‚Was hat sich der Künstler dabei gedacht?‘ oder ‚Wie fühlt sich dieser Raum für dich an?‘ sind Fragen, die sofort spannende Gespräche zwischen Groß und Klein auslösen.

Der perfekte Familien-Rundgang: Vom Dach ins Untergeschoss

Um den Ausflug entspannt und kräfteschonend zu gestalten, empfiehlt sich ein bewährter strategischer Kniff: Fahrt mit den Rolltreppen oder dem Lift gleich nach der Ticketkontrolle ganz nach oben in das oberste Stockwerk. Von dort oben hat man nicht nur die spektakulärste Aussicht hinab durch den gesamten Baukörper, sondern kann sich anschließend Etage für Etage gemütlich nach unten treiben lassen. Das gibt dem Museumsbesuch eine klare, intuitive Richtung und verhindert unnötiges Hin- und Herlaufen. Ein weiterer praktischer Pluspunkt: Die Ebene 0 ist frei zugänglich. Wer also erst einmal testen möchte, wie die Stimmung des Nachwuchses ist, oder nur kurz die besondere Raumwirkung schnuppern will, kann dies völlig unkompliziert ohne Ticket tun. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei erschlossen und somit vollständig kinderwagentauglich. Breite Gänge und geräumige Lifte machen die Navigation selbst an besucherstarken Tagen angenehm. An regnerischen oder nasskalten Wiener Tagen ist das mumok daher ein absolut verlässlicher Schlechtwetter-Tipp, bei dem die Familie im Trockenen jede Menge Kultur tanken kann.

Nach der Kunst: Austoben und Entspannen im MuseumsQuartier

Nach konzentriertem Betrachten und Nachdenken brauchen Kinder meist eines: Bewegung und frische Luft. Genau hier zahlt sich die Lage des mumok voll aus. Man tritt aus dem Ausstellungsgebäude direkt in das autofreie Areal des MuseumsQuartiers. Hier können Kinder völlig gefahrlos über das weitläufige Kopfsteinpflaster flitzen, Fangen spielen oder die weltberühmten bunten MQ-Hofmöbel, die ‚Enzis‘, erklimmen und als Liegewiese nutzen. Eltern können sich entspannt einen Kaffee holen und die urbane Atmosphäre genießen, während die Kinder wieder Energie abbauen. Sollte der Wissensdurst damit noch immer nicht gestillt sein, liegen weitere kindgerechte Attraktionen in unmittelbarer Nachbarschaft: Direkt vis-à-vis im Hof befindet sich das ZOOM Kindermuseum, und in unmittelbarer Nähe warten die monumentalen Sammlungen des Naturhistorischen und des Kunsthistorischen Museums. So lässt sich das mumok nahtlos in einen rundum gelungenen Familientag mitten in Wien einbetten.

Praktische Tipps zu Anreise, Öffnungszeiten und Familienbudget

Die Anreise zum mumok am Museumsplatz 1 im 7. Wiener Gemeindebezirk klappt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln denkbar unkompliziert. Mit den U-Bahn-Linien U2 (Station MuseumsQuartier) oder U3 (Station Volkstheater) landet man fast direkt vor dem Eingang; alternativ halten die Straßenbahnlinie 49 und der Stadtbus 48A in unmittelbarer Gehdistanz. Das Museum öffnet regulär von Dienstag bis Sonntag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr seine Pforten (montags geschlossen). Ein riesiger Pluspunkt für das Reisebudget von Familien: Alle Kinder und Jugendlichen unter 19 Jahren genießen im mumok freien Eintritt! Erwachsene zahlen für das reguläre Ticket 18 Euro, während ermäßigte Karten für Studierende (unter 27 Jahren) sowie Seniorinnen und Senioren (ab 65 Jahren) für 15 Euro erhältlich sind. Für Kunstbegeisterte, die am selben Tag auch noch österreichische Meisterwerke von Gustav Klimt oder Egon Schiele sehen möchten, bietet sich das Kombiticket mit dem benachbarten Leopold Museum für 33 Euro an, welches exklusiv an der mumok-Kassa erworben werden kann.

Was Familien hier erwartet

  • Freier Eintritt für alle Kinder und Jugendlichen unter 19 Jahren
  • Faszinierende Kunstobjekte wie ein in Beton gegossenes Auto und leuchtende Neon-Räume
  • Spektakuläre Architektur mit gigantischem Lichtschacht und weitläufigen Rolltreppen
  • Vollständig barrierefrei und kinderwagentauglich auf allen fünf Ausstellungsebenen
  • Autofreier Innenhof des MuseumsQuartiers direkt vor der Tür zum gefahrlosen Herumlaufen

Tipp aus der Redaktion

Fahrt zu Beginn mit dem Aufzug oder der Rolltreppe direkt in die oberste Ebene und arbeitet euch nach unten vor. So habt ihr die beste Perspektive auf die Architektur und ein entspanntes Gehgefälle.

Lage

  • Ort

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Häufige Fragen zu mumok

Ist mumok auch bei schlechtem Wetter ein Ziel?

Ja. mumok (Museum) lässt sich auch bei Regen besuchen. Der Weg ist mit Kinderwagen gut befahrbar.

Für welches Alter eignet sich mumok?

Die Angabe zum Ziel lautet: Ab etwa 6 Jahren; unter 19 Jahren freier Eintritt. Das ist eine Empfehlung. Wo der Betreiber eine feste Altersgrenze setzt, steht sie in der Beschreibung. Jüngere Geschwister kommen mit, brauchen aber eher eine Pause als ein Programm. Was der Besuch kostet, steht in den Angaben oben.

mumok: Was kostet der Eintritt?

Eintritt 18 Euro, ermäßigt 15 Euro. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt. Das Kombiticket mit dem Leopold Museum kostet 33 Euro und ist nur an der Kassa des mumok erhältlich. Diese Angabe hat den Stand vom 13. September 2026. Preise ändern sich; maßgeblich ist die Seite des Anbieters unter "Weiterführende Informationen".

mumok: Wie kommt man hin?

Die Anschrift lautet Museumsplatz 1, 1070 Wien. Öffentlich: U2 bis MuseumsQuartier oder U3 bis Volkstheater; Straßenbahn 49, Bus 48A.

Was lässt sich mit mumok an einem Tag verbinden?

In der Nähe liegen ZOOM Kindermuseum Wien, Leopold Museum, Naturhistorisches Museum Wien. Das nächste beschriebene Ziel ist ZOOM Kindermuseum Wien, 80 Meter entfernt. Zwei Ziele an einem Tag gehen mit Kindern selten auf. Das zweite steht besser als Alternative bereit, wenn das erste schneller vorbei ist als gedacht.

Bietet das mumok regelmäßige Familien-Workshops oder ein spezielles Kinder-Atelier an Wochenenden an?

Ja, am Samstag gibt es Familienworkshops im Samstagsatelier, am 17., 24. und 31. Oktober 2026 um 10.15, 12.45 und 15.15 Uhr. (Angabe des Betreibers, abgerufen am 11.10.2026.)

Quelle: mumok.at

Weiterführende Informationen

Öffnungszeiten und Preise ändern sich; maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.