Leopold Museum

Im weißen Kubus im MuseumsQuartier hängt die größte Schiele-Sammlung der Welt, dazu Klimt, Kokoschka und das Wien um 1900. Für Familien gibt es Ateliers, in denen Kinder nach dem Rundgang selbst arbeiten, und das MuseumsQuartier vor der Tür ist mit seinen Enzis ein Aufenthaltsort für sich.

Das Wichtigste

Alter
Ab etwa 5 Jahren; eigene Familienateliers und Führungen
Kinderwagen
gut befahrbar
Bei Regen
auch bei Regen möglich
Eintritt
Erwachsene 19 Euro, ermäßigt 16 Euro, Jugendliche unter 19 Jahren 2,50 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei. Familienticket 40 Euro (2 Erwachsene, bis zu 3 Jugendliche unter 19) beziehungsweise 21 Euro (1 Erwachsener).
Adresse
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Öffentlich
U2 bis MuseumsQuartier oder U3 bis Volkstheater; Straßenbahn 49 bis Volkstheater, Bus 48A.

Eintrittsangabe mit Stand vom 13. September 2026.

Überblick: Österreichische Kunstschätze im lichten Kubus

Wenn man mit Kindern über Kunst spricht, dreht sich vieles um Farben, Formen und das Entdecken verborgener Geschichten. Im Leopold Museum im Wiener MuseumsQuartier (MQ) gelingt dieser Einstieg auf ganz natürliche Weise. Das Museum selbst ist schon architektonisch ein Hingucker: Ein markanter, mit weißem Muschelkalk verkleideter Kubus, der sich lichtdurchflutet und modern über dem Areal des MQ erhebt. Im Inneren wartet die weltweit bedeutendste und größte Sammlung von Werken Egon Schieles, zusammengetragen von Sammler Rudolf Leopold. Doch nicht nur Schieles expressive Bilder faszinieren hier Groß und Klein, auch Meisterwerke von Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Richard Gerstl sowie kostbares Kunsthandwerk der Wiener Werkstätte prägen die Schau. Für Familien ist die Anlage des Hauses ein großer Vorteil: Die Räume sind weitläufig, hell und übersichtlich gegliedert. Statt labyrinthischer Gänge und erdrückender Enge bietet das Leopold Museum breite Sichtachsen und kurze Wege von Saal zu Saal. Das hilft ungemein, wenn man mit dem Nachwuchs unterwegs ist, dessen Ausdauer im Museum oft dosiert werden möchte. Hier lässt sich der Rundgang entspannt gestalten, ohne dass man das Gefühl hat, an Meisterwerken vorbeirennen zu müssen.

Kinder an die Kunst: Das Familienatelier als Mitmach-Erlebnis

Bloßes Betrachten von Bildern kann für Kinder ab einem gewissen Punkt ermüdend werden. Genau hier setzt das durchdachte Vermittlungsprogramm des Hauses an. Für Kinder ab etwa fünf Jahren öffnet das Museum regelmäßig seine beliebten Familienateliers. Das Konzept verbindet visuelles Erleben mit eigenem Tun: Zuerst begeben sich die jungen Entdecker gemeinsam mit Kunstvermittlern und Eltern auf eine altersgerechte Spurensuche durch die Ausstellung. Welche Gefühle transportieren die Farben? Welche Grimassen und Körperhaltungen fallen bei Egon Schiele auf? Wie glänzt das Gold in der Wiener Moderne? Nach dieser inspirierenden Runde geht es direkt in die museumseigenen Ateliers, wo die Kinder selbst zu Farbe, Pinsel, Papier oder Modelliermasse greifen. Das Selbermachen schlägt die entscheidende Brücke zwischen hochkarätiger Kultur und kindlicher Lebenswelt. Was im Kopf hängengeblieben ist, wird mit den Händen ausgedrückt, und die kleinen Meisterwerke dürfen als ganz persönliche Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

Das MuseumsQuartier: Der autofreie Innenhof als Pufferzone

Ein unschätzbarer Trumpf für jeden Museumsbesuch mit der Familie ist die unmittelbare Umgebung des Leopold Museums. Es steht nicht isoliert an einer befahrenen Verkehrsstraße, sondern mitten im lebendigen Areal des Wiener MuseumsQuartiers. Der weitläufige Innenhof ist komplett autofrei und beherbergt die berühmten, bunten MQ-Möbel, von den Wienern liebevoll 'Enzis' genannt. Diese Kulisse wirkt wie ein eingebautes Sicherheitsnetz für Eltern: Sollte die Konzentration der Kids nach 45 Minuten erschöpft sein oder ein kleiner Wutanfall drohen, tritt man einfach vor die Tür an die frische Luft. Während die Kinder im autofreien Hof herumlaufen, balancieren oder Fangen spielen, können sich die Erwachsenen auf den Enzis niederlassen, einen Kaffee trinken und durchatmen. Diese entspannte Atmosphäre nimmt jedem Kulturtrip den Stress und sorgt dafür, dass der Tag nicht in Hektik ausartet.

Praktische Infos: Barrierefreiheit, Kinderwagen und Schlechtwetter-Plan

Auch in organisatorischer Hinsicht punktet das Leopold Museum bei Eltern. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei erschlossen: Breite Gänge, großzügige Aufzüge und rollstuhlgerechte Zugänge machen den Besuch mit dem Kinderwagen völlig problemlos. Wickelmöglichkeiten und Garderobenbereiche mit Schließfächern stehen ebenfalls bereit, sodass man sperriges Gepäck oder dicke Winterjacken rasch loswird. An Regentagen oder im kühlen Winter ist der Besuch im weißen Kubus ein perfektes Schlechtwetterprogramm. Wer nach dem Ausstellungsbesuch noch Energie übrig hat, profitiert von der direkten Nachbarschaft weiterer Institutionen im selben Hof: Das renommierte ZOOM Kindermuseum und das mumok befinden sich buchstäblich nur wenige Schritte entfernt über das Pflaster. Auch die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Wiens ist kinderleicht: Die U-Bahn-Linien U2 (Station MuseumsQuartier) und U3 (Station Volkstheater) sowie die Straßenbahnlinie 49 und der Bus 48A halten in unmittelbarer Nähe.

Öffnungszeiten und faire Familienpreise

Damit der Kulturausflug das Familienbudget schont, bietet das Leopold Museum eine sehr familienfreundliche Preisstruktur. Kinder unter sieben Jahren erhalten generell freien Eintritt. Jugendliche unter 19 Jahren zahlen lediglich einen geringen Betrag von 2,50 Euro. Für Eltern lohnt sich der Blick auf das Familienticket: Zwei Erwachsene und bis zu drei Jugendliche unter 19 Jahren zahlen gemeinsam 40 Euro, Alleinerziehende beziehungsweise ein Erwachsener mit bis zu drei Jugendlichen 21 Euro. Das Einzelticket für Erwachsene liegt regulär bei 19 Euro (ermäßigt 16 Euro). Geöffnet ist das Museum mittwochs bis montags von 10:00 bis 18:00 Uhr, auch an Feiertagen. Wichtig für die Wochenplanung: Dienstag ist der feste Ruhetag, an dem die Ausstellungstore geschlossen bleiben. Wer vorab online plant, spart Wartezeiten an der Kassa und kann den Ausflug entspannt angehen.

Was Familien hier erwartet

  • Weltweit größte Egon-Schiele-Sammlung sowie Meisterwerke von Gustav Klimt in hellen, kindertauglichen Räumen
  • Kreative Familienateliers für Kinder ab circa 5 Jahren mit Rundgang und eigener Werkstattarbeit
  • Vollständig kinderwagentauglich und barrierefrei mit Aufzügen auf allen Ebenen
  • Autofreier Innenhof des MuseumsQuartiers mit den bunten Enzi-Sitzmöbeln direkt vor dem Ausgang
  • Attraktive Familientickets und freier Eintritt für Kinder unter 7 Jahren

Tipp aus der Redaktion

Achtung: Dienstag ist das Museum geschlossen! Nutzt für den Besuch unbedingt das günstige Familienticket und reserviert für die beliebten Familienateliers am Wochenende am besten vorab eure Plätze.

Lage

  • Ort

In der Nähe

Häufige Fragen zu Leopold Museum

Ist Leopold Museum auch bei schlechtem Wetter ein Ziel?

Ja. Leopold Museum (Museum) lässt sich auch bei Regen besuchen. Der Weg ist mit Kinderwagen gut befahrbar.

Für welches Alter eignet sich Leopold Museum?

Die Angabe zum Ziel lautet: Ab etwa 5 Jahren; eigene Familienateliers und Führungen. Das ist eine Empfehlung. Wo der Betreiber eine feste Altersgrenze setzt, steht sie in der Beschreibung. Jüngere Geschwister kommen mit, brauchen aber eher eine Pause als ein Programm. Was der Besuch kostet, steht in den Angaben oben.

Leopold Museum: Was kostet der Eintritt?

Erwachsene 19 Euro, ermäßigt 16 Euro, Jugendliche unter 19 Jahren 2,50 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei. Familienticket 40 Euro (2 Erwachsene, bis zu 3 Jugendliche unter 19) beziehungsweise 21 Euro (1 Erwachsener). Diese Angabe hat den Stand vom 13. September 2026. Preise ändern sich; maßgeblich ist die Seite des Anbieters unter "Weiterführende Informationen".

Leopold Museum: Wie kommt man hin?

Die Anschrift lautet Museumsplatz 1, 1070 Wien. Öffentlich: U2 bis MuseumsQuartier oder U3 bis Volkstheater; Straßenbahn 49 bis Volkstheater, Bus 48A.

Was lässt sich mit Leopold Museum an einem Tag verbinden?

In der Nähe liegen ZOOM Kindermuseum Wien, mumok, Naturhistorisches Museum Wien. Das nächste beschriebene Ziel ist ZOOM Kindermuseum Wien, 80 Meter entfernt. Zwei Ziele an einem Tag gehen mit Kindern selten auf. Das zweite steht besser als Alternative bereit, wenn das erste schneller vorbei ist als gedacht.

Weiterführende Informationen

Öffnungszeiten und Preise ändern sich; maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.