Unterirdische Städte Derinkuyu & Kaymaklı
Tief unter der bizarren Tuffsteinlandschaft Kappadokiens wartet ein echtes Abenteuer auf geschichtsbegeisterte Familien: Die unterirdischen Städte Derinkuyu und Kaymaklı zählen zu den faszinierendsten Zeugnissen menschlicher Baukunst. Über Jahrhunderte dienten diese gigantischen, in das weiche Vulkangestein geschlagenen Systeme den Menschen als sichere Zufluchtsorte vor feindlichen Angriffen. Heute offenbart der Abstieg in die Tiefe ein weit verzweigtes Labyrinth aus einstigen Wohnräumen, Vorratslagern, Tierställen, Kapellen und raffinierten Belüftungsschächten, die sich über mehrere Etagen unter die Erde erstrecken. Für bewegungsfreudige Schulkinder und Teenager gleicht die Erkundung einer spannenden Expedition: Sie können gebückt durch schmale Gänge huschen, verborgene Durchgänge aufspüren und tonnenschwere, runde Rollsteintüren bestaunen, mit denen die Eingänge einst verriegelt wurden.
Eltern sollten diesen Ausflug jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Vor allem in Kaymaklı sind viele Passagen extrem niedrig, steil und eng, sodass Erwachsene streckenweise tief gebeugt vorankommen müssen. Kinderwagen und Buggys haben im Inneren keine Chance, und auch von Rückentragen für Kleinkinder ist wegen der niedrigen Decken und akuten Anstoßgefahr dringend abzuraten. Im heißen kappadokischen Sommer bietet das konstant kühle Höhlenklima eine willkommene Erfrischung, doch bei Andrang kann es schnell voll werden.
Wer mit trittsicheren Kindern ab etwa sieben Jahren anreist, die keine Angst vor Enge oder Dunkelheit haben, erlebt hier ein unvergleichliches historisches Kletterabenteuer.
Orts-Guide ansehen