Burgbau Friesach
Südlich der mittelalterlichen Stadt Friesach entsteht eine Höhenburg mit zwei Türmen, Palas, Ringmauern und Kapelle, gebaut über etwa 40 Jahre ausschließlich mit den Werkzeugen des Mittelalters. Besucher gehen über die 1,5 Hektar große Baustelle und sehen Steinmetzen, Schmieden und Zimmerleuten bei der Arbeit zu.
Das Wichtigste
- Alter
- Ab etwa 5 Jahren; Kindertarif von 6 bis 15 Jahren
- Kinderwagen
- eher ungeeignet
- Bei Regen
- vor allem bei trockenem Wetter
- Eintritt
- Erwachsene 14 Euro, Kinder von 6 bis 15 Jahren 6 Euro, Jugendliche, Studierende und Pensionisten 11 Euro, Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern 30 Euro. Mit Führung (rund 90 Minuten) 18, 11 und 40 Euro. Mit der Kärnten Card ist der Eintritt frei, die Führung kostet dann 6 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Geöffnet Dienstag bis Samstag von 9 bis 16 Uhr (letzter Einlass 15.15 Uhr) bis 31. Oktober 2026.
- Adresse
- Burgbaustelle: St. Veiter Straße 30, 9360 Friesach (Büro: Fürstenhofplatz 1)
- Öffentlich
- Vom Bahnhof Friesach sind es laut Betreiber 1,3 Kilometer oder rund 10 Minuten zu Fuß zur Burgbaustelle.
Eintrittsangabe mit Stand 2026-09-16.
Zeitreise ins Mittelalter: Wenn eine echte Burg entsteht
In Friesach, der ältesten Stadt Kärntens, erleben Familien ein Projekt, das in ganz Mitteleuropa seinesgleichen sucht: Hier wird nicht einfach eine alte Ruine renoviert oder museal ausgestellt, sondern auf einem rund 1,5 Hektar großen Wald- und Wiesengelände entsteht eine komplett neue Höhenburg. Das Besondere daran ist die radikale historische Treue. Gebaut wird ausschließlich mit den Methoden, Materialien und Werkzeugen des 12. und 13. Jahrhunderts. Moderne Kräne, dieselbetriebene Bagger, Bohrmaschinen oder gar Mörtelmischer sucht man hier vergebens. Stattdessen bestimmen von Menschenhand bewegte Seilwinden, hölzerne Schubkarren, Schmiedefeuer und pure Muskelkraft den Alltag. Geplant ist eine imposante Burganlage mit zwei Wehrtürmen, einem Wohnbau (Palas), Ringmauern und einer Burgkapelle. Der Betreiber rechnet mit einer Gesamtbauzeit von etwa 40 Jahren - ein echtes Generationenprojekt. Wenn ihr die Baustelle mit euren Kindern betretet, taucht ihr unmittelbar in eine andere Epoche ein. Es ist kein künstlicher Freizeitpark, sondern eine lebendige, funktionierende Arbeitsstätte, an der die Mühen und das unglaubliche handwerkliche Geschick vergangener Zeiten spürbar werden.
Handwerk hautnah: Ein Paradies für wissbegierige Entdecker
Für Kinder ab etwa fünf Jahren ist dieser Ort oft um ein Vielfaches spannender als ein klassisches Burgmuseum. Auf der Baustelle riecht es intensiv nach frischen Holzspänen, feuchtem Kalk und dem Rauch der Schmiedeesse. Überall hört man das rhythmische Klopfen der Schlägel auf Meißel, das Knarren der Holzkonstruktionen und das dumpfe Zischen, wenn glühendes Eisen zur Härtung ins Wasserbad getaucht wird. Kinder dürfen den Handwerkerinnen und Handwerkern - von Steinmetzen über Zimmerleute bis hin zu Schmieden - direkt bei der Arbeit über die Schulter schauen. Das Team vor Ort ist daran gewöhnt, neugierigen Nachwuchs-Rittern Rede und Antwort zu stehen. Wie bricht man tonnenschwere Steinquader ohne Sprengstoff? Wie transportiert man riesige Baumstämme nur mit Hebelwirkung und Seilen? Hier begreifen Kinder ganz unmittelbar, wie viel Zeit, Schweiß und mathematisches Gespür in jedem einzelnen Baustein stecken. Dieses Erleben mit allen Sinnen bleibt deutlich nachhaltiger im Gedächtnis als jedes Schulbuch.
Warum sich die 90-minütige Führung für Familien lohnt
Grundsätzlich lässt sich das Areal zwar auf eigene Faust durchstreifen, wir empfehlen Familien jedoch ausdrücklich die Teilnahme an einer der geführten Touren. Ein Rundgang dauert etwa 90 Minuten und macht die Baustelle erst so richtig lebendig. Die Guides verstehen es hervorragend, historisches Fachwissen in fesselnde Geschichten zu verpacken, die auch jüngere Zuhörer problemlos bei der Stange halten. Ohne Führung sieht man oft nur halbfertige Mauern und Holzböcke; mit Guide erschließt sich plötzlich die ausgeklügelte Logistik einer mittelalterlichen Großbaustelle. Man erfährt, warum die Kapelle an einer bestimmten Stelle errichtet wird, welche Schutzfunktionen der Palas erfüllen muss und welche Gefahren den Arbeitern damals drohten. Die Führungen sind interaktiv gestaltet, sodass Kinder aktiv miträtseln und Fragen stellen können.
Praktische Tipps: Gelände, Kinderwagen und Wetter
Ein Besuch auf dem Burgbau-Gelände erfordert ein wenig Vorbereitung, damit der Ausflug für alle entspannt bleibt. Wichtigste Faustregel für Eltern mit Kleinkindern: Die Anlage ist eine reale Baustelle auf unebenem Wald- und Hanggelände. Laut Betreiber ist das Areal nicht oder nur sehr eingeschränkt kinderwagentauglich. Wer mit Babys oder Kleinkindern anreist, sollte den Buggy unbedingt im Auto lassen und stattdessen auf eine gute Babytrage oder Kraxe zurückgreifen. Feste Schuhe mit gutem Profil - am besten Wanderschuhe oder robuste Turnschuhe - sind für die gesamte Familie Pflicht, da Wurzeln und lose Steine auf den Wegen liegen. Da sich fast alles unter freiem Himmel abspielt, solltet ihr euren Ausflug an einem trockenen Tag planen. Bei Dauerregen macht der Besuch naturgemäß wenig Freude. Hunde dürfen angeleint mit auf die Baustelle genommen werden, sollten aber mit dem Lärm von Hämmern und Schmiedefeuern zurechtkommen.
Preise, Kärnten Card und entspannte Anreise
Die Burgbaustelle Friesach empfängt ihre Gäste von Dienstag bis Samstag jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr, wobei der letzte Einlass um 15:15 Uhr erfolgt (Saisonbetrieb bis 31. Oktober 2026). Die regulären Eintrittspreise ohne Führung liegen bei 14 Euro für Erwachsene, 6 Euro für Kinder von 6 bis 15 Jahren sowie 11 Euro ermäßigt für Jugendliche, Studierende und Senioren. Eine Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern ist für faire 30 Euro erhältlich. Wählt ihr die empfehlenswerte Führung, belaufen sich die Kosten auf 18 Euro (Erwachsene), 11 Euro (ermäßigt) bzw. 40 Euro (Familie). Ein echter Spartipp ist die Kärnten Card: Mit ihr ist der reguläre Eintritt komplett kostenfrei, für die 90-minütige Führung fällt lediglich ein geringer Aufpreis von 6 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder an. Für die Anreise stehen direkt vor Ort kostenlose Pkw-Parkplätze zur Verfügung. Wer umweltfreundlich mit der Bahn anreisen möchte, nutzt den Bahnhof Friesach: Von dort führt ein rund 1,3 Kilometer langer, gemütlicher Fußweg in etwa 10 bis 15 Minuten direkt zur Baustelle.
Was Familien hier erwartet
- Mittelalter-Baustelle hautnah: Eine Höhenburg entsteht ausschließlich mit Muskelkraft und historischem Werkzeug.
- Handwerk live: Steinmetzen, Schmieden und Zimmerleuten bei ihrer schweißtreibenden Arbeit über die Schulter schauen.
- Spannende 90-Minuten-Führung: Kindgerecht aufbereitetes Geschichtswissen, das zum Mitdenken anregt.
- Kärnten-Card-Vorteil: Kostenloser regulärer Eintritt für Inhaber der Regionskarte.
Tipp aus der Redaktion
Bucht unbedingt die geführte Tour dazu und lasst den Kinderwagen im Auto: Mit Tragetuch oder Kraxe und festem Schuhwerk seid ihr auf dem steinigen Hanggelände perfekt unterwegs!
Lage
- Ort
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In der Nähe
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- Badebiotop Pirninger14,7 km
Häufige Fragen zu Burgbau Friesach
Ist Burgbau Friesach auch bei schlechtem Wetter ein Ziel?
Nur eingeschränkt. Burgbau Friesach (Burg und Schloss) liegt im Freien und lohnt sich bei trockenem Wetter. Für einen Kinderwagen ist das Gelände eher ungeeignet, eine Trage ist die bessere Wahl. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, plant besser einen Ersatz für den Regentag ein; die Liste der Ziele in der Nähe steht weiter unten.
Für welches Alter eignet sich Burgbau Friesach?
Die Angabe zum Ziel lautet: Ab etwa 5 Jahren; Kindertarif von 6 bis 15 Jahren. Das ist eine Empfehlung und keine Altersgrenze. Jüngere Geschwister kommen mit, brauchen aber eher eine Pause als ein Programm. Was der Besuch kostet, steht in den Angaben oben.
Was kostet der Eintritt in Burgbau Friesach?
Erwachsene 14 Euro, Kinder von 6 bis 15 Jahren 6 Euro, Jugendliche, Studierende und Pensionisten 11 Euro, Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern 30 Euro. Mit Führung (rund 90 Minuten) 18, 11 und 40 Euro. Mit der Kärnten Card ist der Eintritt frei, die Führung kostet dann 6 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Geöffnet Dienstag bis Samstag von 9 bis 16 Uhr (letzter Einlass 15.15 Uhr) bis 31. Oktober 2026. Diese Angabe hat den Stand 2026-09-16. Preise ändern sich; maßgeblich ist die Seite des Anbieters unter "Weiterführende Informationen".
Wie kommt man zu Burgbau Friesach?
Die Anschrift lautet Burgbaustelle: St. Veiter Straße 30, 9360 Friesach (Büro: Fürstenhofplatz 1). Öffentlich: Vom Bahnhof Friesach sind es laut Betreiber 1,3 Kilometer oder rund 10 Minuten zu Fuß zur Burgbaustelle.
Weiterführende Informationen
- Öffnungszeiten und Preise beim Anbieter
- Angaben aus eigener Erfassung, Stand 2026-09-10.
- Alle Ausflugsziele in Kärnten
Öffnungszeiten und Preise ändern sich; maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
