Die perfekte Kindermatratze: So schläft euer Baby sicher

Ein Baby schläft friedlich auf einer hochwertigen Matratze

Herzlichen Glückwunsch, ihr seid schwanger! Spätestens jetzt startet wahrscheinlich die große Suche nach dem perfekten Babybettchen. Aber wisst ihr was? Das Bettgestell ist eigentlich nebensächlich. Viel wichtiger für die Gesundheit (und Sicherheit!) eures Babys ist das, was drinnen liegt: Die Matratze.

Babys schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. In dieser Zeit wächst die Wirbelsäule, Knochen werden fester und das Gehirn verarbeitet den Tag. Eine falsche, zu weiche oder mit Schadstoffen belastete Matratze kann hier echten Schaden anrichten. Wir zeigen euch ganz ohne Fachchinesisch, welches Material am besten ist und warum ihr um manche Schaumstoffe unbedingt einen großen Bogen machen solltet!

1. Warum Babys keine weichen Matratzen brauchen

Wir Erwachsenen lieben es oft kuschelig weich. Für Babys gilt aber eine strenge Regel: Die Matratze muss fest sein!

Babys werden mit einer geraden (bzw. leicht C-förmigen) Wirbelsäule geboren. Die S-Form, die wir Erwachsenen haben, bildet sich erst, wenn die Kleinen anfangen zu sitzen und zu laufen. Deshalb braucht ein Baby keine teure "7-Zonen-Matratze". Es braucht einfach eine gleichmäßig feste Unterlage.

Lebenswichtig: Der Kugeltest!

Die Matratze darf auf keinen Fall zu weich sein! Wenn euer Baby sich nachts (gewollt oder ungewollt) auf den Bauch dreht, darf das schwere Köpfchen nicht tief einsinken. Sonst atmet das Baby seine eigene verbrauchte Luft (CO2) wieder ein. Das ist extrem gefährlich und kann im schlimmsten Fall zum plötzlichen Kindstod (SIDS) führen.

2. Welches Material ist das Beste?

Der Markt ist voll mit tollen Begriffen. Aber was taugt wirklich?

Achtung: Finger weg von Viscoschaum!

Viscoschaum (Memory Foam) wird durch Körperwärme weich. Für Opa mit Rückenproblemen ist das toll, für euer Baby lebensgefährlich! Das Baby sinkt in eine warme Kuhle ein. Erstens droht hier Überhitzung (ein Riesenrisiko für Babys!), und zweitens schränkt die tiefe Kuhle das Atmen ein, wenn sich das Kind dreht. Streicht Viscoschaum also bitte direkt von eurer Liste!

3. Das Nässeschutz-Paradoxon (Bitte lesen!)

Ihr kauft eine sündhaft teure, atmungsaktive Matratze mit Luftkanälen – und was passiert dann? Richtig, viele Eltern ziehen sofort eine dichte Gummi-Moltonauflage drüber, damit das Pipi nicht in die Matratze läuft.

Bitte tut das nicht! Diese Gummi-Auflagen zerstören jede Atmungsaktivität. Euer Baby schwitzt fürchterlich und die Erstickungsgefahr in der Bauchlage steigt massiv an, weil die Luft an der Gummischicht abprallt.
Die Lösung: Kauft eine Matratze mit einem Bezug, der einen "integrierten Nässeschutz" hat! Diese Hightech-Bezüge (oft mit Tencel/Lyocell) stoppen Flüssigkeit, lassen die Luft aber trotzdem durch. Die Gummi-Auflagen hebt ihr euch einfach für das zweite oder dritte Lebensjahr auf, wenn das Thema "Trockenwerden" startet!

4. Sicherheit: Trittkanten und Reißverschlüsse

Zwei Details, auf die ihr beim Kauf unbedingt achten solltet:

Fazit

Sucht euch eine gute Kaltschaum- oder Kokosmatratze aus, verzichtet auf Gummiauflagen und dreht die Matratze regelmäßig (viele haben eine festere Babyseite und eine weichere Kleinkindseite). Die aktuellen Testsieger von Marken wie Emma, Träumeland oder Julius Zöllner sind schadstofffrei und machen einen tollen Job!