Kinderwagen-Guide: Welcher Wagen passt wirklich zu euch?

Familie schiebt glücklich einen Kinderwagen im Park

Herzlichen Glückwunsch, ihr werdet Eltern! Und damit steht ihr wahrscheinlich vor einer der größten Entscheidungen der Baby-Erstausstattung: Welcher Kinderwagen soll es werden? Die Auswahl ist riesig, die Preisspannen sind gigantisch und plötzlich werdet ihr mit Begriffen wie "PU-Schaum-Räder" und "Teleskopschieber" bombardiert.

Atmet erst mal tief durch! Wir dröseln das Thema hier ganz entspannt für euch auf und zeigen euch, worauf es wirklich ankommt – egal, ob ihr mitten in der Stadt wohnt oder gerne über Feldwege spaziert.

1. Kombikinderwagen oder Buggy?

Wenn euer Baby frisch auf der Welt ist, braucht ihr einen Wagen mit einer Babywanne, in der es ganz flach liegen kann. Sobald euer Schatz sitzen kann (meist um den 6. bis 8. Monat herum), wollt ihr natürlich auch einen Sitz, in dem es die Welt entdecken kann.

2. Welche Reifen braucht ihr wirklich?

Die Räder machen den Unterschied! Bevor ihr euch für einen Wagen entscheidet, überlegt kurz: Wo werdet ihr am meisten unterwegs sein? Kopfsteinpflaster, Waldwege oder doch eher das glatte Einkaufszentrum?

ReifentypFür wen perfekt?Gut zu wissen
LuftreifenFür Wald, Wiese und Schotter.Sie federn jeden Huckel sanft ab. Der Nachteil: Ihr könnt einen Platten bekommen und müsst gelegentlich Luft nachpumpen.
Luftkammerreifen (PU-Schaum)Der absolute Allrounder für Stadt und Land.Absolut pannensicher! Da kann ruhig ein Nagel auf dem Gehweg liegen. Sie federn gut, auch wenn sie etwas härter als echte Luftreifen sind.
HartgummiNur für glatte Böden (Einkaufszentren, glatter Asphalt).Die Räder haben keine Eigendämpfung. Auf Kopfsteinpflaster rüttelt es euer Baby extrem durch und der Wagen "klappert" laut.

3. Joggen & Sport mit dem Kinderwagen

Ihr seid total sportlich und wollt direkt wieder loslegen? Super! Aber bitte nutzt dafür keinen normalen Kombikinderwagen. Euer Baby wird sonst beim Joggen auf unebenen Wegen viel zu stark durchgeschüttelt.

Wenn ihr Laufen oder Inlineskaten wollt, braucht ihr einen sogenannten Jogger (z.B. von Thule oder TFK) mit einer speziellen Sportzulassung (DIN EN 1888-3). Diese Wagen haben drei große Lufträder, ein feststellbares Vorderrad (ganz wichtig, sonst fängt der Wagen bei Geschwindigkeit an zu schlackern!), eine Handbremse und eine Handschlaufe für euch, falls ihr mal stolpert.

Wichtig: Babys dürfen frühestens ab ca. 9 Monaten (wenn sie sicher und stabil alleine sitzen können) in einem Sport-Kinderwagen beim Joggen mitgenommen werden. Davor ist ihre Rumpf- und Nackenmuskulatur noch nicht stark genug, um die Stöße abzufangen.

4. Clevere Features für den Alltag

Ein paar Dinge fallen einem beim ersten Probeschieben im Babyfachmarkt oft gar nicht auf. Achtet mal auf diese Details:

5. Tipps für den Gebrauchtkauf

Kinderwagen sind teuer, und ein Gebrauchtkauf ist eine großartige Idee – für euren Geldbeutel und die Umwelt. Wenn ihr euch einen gebrauchten Wagen anschaut, achtet besonders auf diese Dinge: